Besuch des Radialsystems V in Berlin

 

Wieder stand für das informelle Treffen mit dem Besuch des Radialsystems eine Berliner Besonderheit auf dem Programm unserer Präsidentin.

                                             

Der Architekt und Journalist Till Wöhler führte die durch die allgemeine Grippewelle stark dezimierte Gruppe mit der Unterstützung einer Vertreterin des „Radialsystems V“ durch das Haus. Es wurde ein ausführlicher Bericht über die Geschichte des Hauses gegeben, das ursprünglich als Pumpwerk für einen der zwölf Abwasserbezirke von Berlin erbaut worden ist. Im Krieg wurden wesentliche Teile des Gebäudes zerstört, so dass vom eigentlichen Pumpwerk nur noch etwa die Hälfte stehen blieb Trotzdem wurde dieses Gebäude weiter als Pumpstation für die Abwässer, die in die Außenbereiche Berlins gepumpt wurden, bis 1999 genutzt. Durch den Bau einer neuen Pumpstation direkt neben der bisherigen Anlage wurde das alte Areal frei und konnte einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Mit Hilfe eines privaten Investors aus Nordrhein-Westfalen  wurde die ehemalige Pumpstation umgebaut, erweitert und gemäß den Vorgaben des Senats für eine kulturelle Nutzung hergerichtet.

Das „Radialsystem V“ wird vorrangig von den Bereichen Theater und Tanz mit Aufführungen und Veranstaltungen genutzt. Darüber hinaus können auch die sehr interessanten hergestellten alten wie auch die vollkommen neu gebauten Gebäude angemietet werden.

Der Berliner Architekt Spangenberg hat in seinem Entwurf die alte Industriearchitektur aus dem 19. Jahrhundert mit einer Glassspange als Erweiterung umfasst.

             

Die Besucher haben den Blick sowohl auf die Spree von der ebenerdigen Terrasse als auch vom offenen Zwischengeschoss genossen.

Der wiederum gelungene Abend klang aus mit einem gemütlichen Beisammensein im Restaurant "Luther & Wegener" am Gendarmenmarkt.

 

D. B., H.A.